{"id":494,"date":"2022-01-10T13:45:09","date_gmt":"2022-01-10T12:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bo-gyo-bremen.de\/?page_id=494"},"modified":"2023-05-15T15:56:51","modified_gmt":"2023-05-15T13:56:51","slug":"zur-beruflichen-orientierung-von-schuelerinnen-im-land-bremen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bo-gyo-bremen.de\/index.php\/zur-beruflichen-orientierung-von-schuelerinnen-im-land-bremen\/","title":{"rendered":"Vertiefung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Berufliche Orientierung im Land Bremen \u2013 Vertiefender Blick auf aktuelle Forschungsl\u00fccken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im vorangegangenen Projekt \u201eBOGyO \u2013 Berufliche Orientierung f\u00fcr die gymnasialen Oberstufen\u201c konnten zentrale Erkenntnisse in Bezug auf die Entwicklung und Einbindung von Lehr- und Lernmaterialien gemacht werden, die Lehrkr\u00e4fte in ihrer t\u00e4glichen Arbeit unterst\u00fctzen und entlasten k\u00f6nnen. Auch Fragen zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t in der Begleitung Beruflicher Orientierungsprozesse von Jugendlichen wurden bearbeitet und Materialien f\u00fcr die thematische Vertiefung zur Verf\u00fcgung gestellt. Die nun folgende \u201eVertiefung der Beruflichen Orientierung im Land Bremen\u201c ist in zwei Teilprojekte aufgegliedert. W\u00e4hrend das Teilprojekt 1 die Umsetzung&nbsp;berufs- und studienorientierter Inhalte sowie die Einbindung eines digitalen Dokumentationsinstrumentes im Fachunterricht&nbsp;fokussiert und durch Prof. Dr. Rudolf Schr\u00f6der, Dr. Tina Fletemeyer und Dr. Miriam Reu\u00dfner (I\u00d6B) durchgef\u00fchrt wird,&nbsp;wendet sich das Teilprojekt 2 der Frage zu, wie eine gelingende Zusammenarbeit mit von Armut betroffenen Eltern und Sorgeberechtigten mit der Schule gestaltet werden kann. Dazu werden in erster Linie die Stimmen der Eltern geh\u00f6rt. Dieses Teilprojekt wird von&nbsp;Prof. Dr. Alisha M. B. Heinemann und Julia Tietjen&nbsp;durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unterrichtsmaterialien in der Beruflichen Orientierung \u2013 Zur Perspektive von Lehrkr\u00e4ften auf deren Einbindung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die unterrichtliche Einbindung berufs- und studienorientierender Inhalte stellt einen wesentlichen Baustein gelingender Beruflicher Orientierung dar.&nbsp;Dass die unterrichtliche Ebene im Zuge der Integration berufs- und studienorientierender Inhalte insgesamt zu st\u00e4rken ist, wurde durch die begleitende Evaluation im Projekt BOGyO bereits deutlich.&nbsp;Gleichzeitig fehlen wichtige Erkenntnisse dar\u00fcber, welche Bedarfe und Bed\u00fcrfnisse Lehrpersonen in Bezug auf diese Unterst\u00fctzungsstrukturen haben. Dies betrifft ebenso die Integration der futureBOx, welche als digitales Dokumentationsinstrument die Vorz\u00fcge des klassischen Portfolios mit den Chancen digitaler Medien verbindet. Jugendliche k\u00f6nnen in der futureBOx ihre Erfahrungen und Eindr\u00fccke im Rahmen der Beruflichen Orientierung multimedial dokumentieren und f\u00fcr individuelle Entscheidungsprozesse heranziehen. Nicht nur der \u00dcbergang von der Schule in den Beruf oder in ein Studium kann durch das ePortfolio erleichtert werden, auch k\u00f6nnen Grundlagen f\u00fcr lebenslanges Lernen geschaffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben all diesen Chancen der bereitgestellten Unterst\u00fctzungsstrukturen \u00e4u\u00dfern Lehrkr\u00e4fte Unsicherheiten in Bezug auf die Begleitung in der Beruflichen Orientierung im Allgemeinen. Sie f\u00fchlen sich bspw. nicht hinreichend ausgebildet und erkennen die Ankn\u00fcpfungsm\u00f6glichkeiten ihres Fachunterrichts nur bedingt. Aus diesen Gr\u00fcnden werden die Perspektiven der Lehrpersonen umso bedeutsamer, wenn es um die Vermittlung berufs- und studienorientierender Kompetenzen und um die Verwendung der angebotenen Materialien in den Unterricht geht. Sowohl Lehrkr\u00e4fte als auch Sch\u00fcler*innen k\u00f6nnen erheblich davon profitieren, wenn das vielf\u00e4ltige Repertoire an BO-Materialien genutzt werden kann. Daher besch\u00e4ftigt sich das Teilprojekt 1, welches vom I\u00d6B in Oldenburg geleitet wird, u. a. mit der subjektiven Wahrnehmung und Akzeptanz aus der Perspektive der Lehrkr\u00e4fte auf die Integration berufs- und studienorientierender Materialien in den Fachunterricht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berufliche Orientierungsprozesse von Jugendlichen begleiten!? \u2013 Zur Perspektive von Eltern mit geringem Einkommen im Land Bremen und Bremerhaven<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die berufliche Orientierung erweist sich als eine bedeutsame Phase im Leben von Jugendlichen, welche ma\u00dfgeblich \u00fcber den weiteren Lebensverlauf entscheiden kann. Als wichtigste Bezugspersonen empfinden Jugendliche in dieser bewegenden Zeit nach wie vor ihre Eltern und Sorgeberechtigten. Jedoch zeigen sich gravierende Unsicherheiten und Ungleichheiten, wenn es um die Zusammenarbeit von Schulen und Eltern geht. Umso grundlegender wird die berufs- und studienorientierende Kompetenz der Lehrkr\u00e4fte in Bezug auf Bildungs- und Erziehungspartnerschaften sowie die kritische Auseinandersetzung mit sozialen Ungleichheiten in dieser Phase. Insbesondere Eltern in prek\u00e4ren Lebenssituationen erfahren seltener eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Daher strebt das Teilprojekt 2 an, die Einsch\u00e4tzungen, Bedarfe und W\u00fcnsche f\u00fcr eine Zusammenarbeit zu erfragen und daraus Handlungsempfehlungen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte, Schulleitungen und bildungspolitische Entscheidungstr\u00e4ger*innen zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2018 ist die bundesweite Armutsquote auf dem H\u00f6chststand nach der Wiedervereinigung, w\u00e4hrend gleichzeitig die Bildungswege von Jugendlichen noch immer von Bildungshintergrund und sozialer Herkunft der Eltern abh\u00e4ngen. Klassistische Diskriminierung bewirkt, dass Jugendliche im Verlauf ihrer Bildungskarriere wiederholt negative Erfahrungen machen, die ihr Vertrauen in die Zukunft und ihr Selbstwirksamkeitserleben erheblich beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Das Forschungsprojekt fokussiert deshalb das Zusammenwirken von Beruflicher Orientierung und dem Umgang mit Heterogenit\u00e4t. Dabei wird im vom ITB geleiteten Teilprojekt eine Forschungsl\u00fccke in Bezug auf differenzsensible Elternarbeit im Bereich der Berufliche Orientierung angegangen, um den Weg f\u00fcr eine gleichberechtigte Erziehungspartnerschaft von Lehrkr\u00e4ften und Eltern zu ebnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ansprechpartner*innen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Tina Fletemeyer<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Miriam Reu\u00dfner<\/p>\n\n\n\n<p>Julia Tietjen<\/p>\n\n\n\n<p> Anna-Lena M\u00fcller<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laufzeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>01. April bis 31. Oktober 2022<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abschlussbericht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:27px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/www.bo-gyo-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/BOGyO-V_Abschlussbericht-Verlaengerung_final.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von BOGyO-V_Abschlussbericht-Verlaengerung_final.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-25bac452-f366-42ba-9b79-a0367c0027cb\" href=\"https:\/\/www.bo-gyo-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/BOGyO-V_Abschlussbericht-Verlaengerung_final.pdf\">BOGyO-V_Abschlussbericht-Verlaengerung_final<\/a><a href=\"https:\/\/www.bo-gyo-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/BOGyO-V_Abschlussbericht-Verlaengerung_final.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-25bac452-f366-42ba-9b79-a0367c0027cb\">Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berufliche Orientierung im Land Bremen \u2013 Vertiefender Blick auf aktuelle Forschungsl\u00fccken Im vorangegangenen Projekt \u201eBOGyO \u2013 Berufliche Orientierung f\u00fcr die gymnasialen Oberstufen\u201c konnten zentrale Erkenntnisse in Bezug auf die Entwicklung und Einbindung von Lehr- und Lernmaterialien gemacht werden, die Lehrkr\u00e4fte in ihrer t\u00e4glichen Arbeit unterst\u00fctzen und entlasten k\u00f6nnen. 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